Lernen und Lehren mit Medien

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Endlich erschienen: Aufsatz zur Integration von Smartphones in den FSU

Förderung der Sprachkompetenz in der Hochschullehre

In dem Aufsatz wird beschrieben, welche Bemühungen die großen Deutsch als Fremdsprache-Verlage zur Integration von Smartphones in den FSU unternehmen und welche Möglichkeiten zur Einbindung in Ihren Unterricht es gäbe.

„Smartphones im Sprachunterricht. Ein Einblick und Ausblick.“, in: Regier, Stefanie, Regier, Katrin, Zellner, Meike (Hrsg.): Förderung der Sprachkompetenz in der Hochschullehre. Wiesbaden: Springer VS 2019, 179-203.

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Smartphone im Fremdsprachenunterricht

Ich stelle hier ein weiteres Projekt vor, mit dem wir unseren Studierenden zeigen, dass sie nicht nur für den Kursraum und die Abschlussnote lernen. Mit einem Smartphone und der Hilfe von Adobe Spark lassen sich schnell Videos, Web-Seiten oder Banner bzw. Plakate herstellen, die ästhetisch auch hohen Ansprüchen genügen. so dass ein befriedigendes Produkt entsteht. Das vorgegebene Szenario für unsere Studierenden war:

Aufgabenstellung

Sie arbeiten in einer japanischen Firma. Diese Firma möchte ein Produkt, das sie herstellt, nächstes Jahr in Deutschland verkaufen. Ihr Chef weiß, dass Sie Deutsch studiert haben. Er fordert sie auf, in einem Film dieses Produkt kurz vorzustellen.

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„Es ist gut, etwas zu machen.“ – Berufsbezogene Projektarbeit

Fremdsprachenlernen ohne Bezug zu Situationen, in denen die Zielsprache angewendet werden kann, ist weitgehend sinnlos. In internationalen Kursen im Zielsprachenland ist die Anwendung des Gelernten eine Selbstverständlichkeit: Einerseits im Kurs selbst bei der Kommunikation mit Teilnehmern einer anderen Nation, andererseits jederzeit außerhalb des Kursraums im täglichen Leben. In Kursen im Muttersprachenland ist die Situation dagegen wesentlich indifferenter: Da stellt sich die Frage nach einem möglichen Realitätsbezug immer wieder.

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Feedback in digitalen Lernprogrammen

Der Artikel handelt von der Bedeutung des Feedbacks und den verschiedenen Formen des Feedbacks. Weiterhin gibt es Hinweise zur Beurteilung der Qualität des Feedbacks, aufgrund dessen auch die generelle Qualität einer digitalen Lernumgebung beurteilt werden kann.

Ein Unterricht, in dem die Lehrkraft auf nicht korrekte Antworten der Lernenden mit einem bloßen „Falsch!“ reagiert, würde niemand als akzeptabel bewerten. Bei Lernprogrammen nehmen die Nutzerinnen und Nutzer solch eine Rückmeldung häufig hin. Muss das akzeptiert werden oder gibt es Alternativen dazu?

 
Weiterlesen im Magazin Sprache des Goethe-Instituts
… oder in ukrainischer Sprache

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Storytelling mit Adobe Spark Video

Studierende von Fremdsprachen, insbesondere solche, die im Muttersprachenland lernen, haben oft Hemmungen zu sprechen. Auch kommt das Sprechtraining im Kurs häufig schon allein aus Gründen der großen Anzahl der Teilnehmer zu kurz.

Die Überlegung war daher, ein Projekt zu initiieren, das die mündliche Ausdrucksfähigkeit stärken sollte. Die Studierenden hatten ein Semester Zeit, dieses Projekt zu verfertigen.

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Vokabeltrainer des Cornelsen Verlags

Die bisher besprochenen Vokabeltrainer simulieren alle mehr oder weniger einen Karteikasten mit Karteikarten, die in verschiedene Fächer einsortiert werden, je nachdem, ob die Inhalte korrekt memoriert wurden oder nicht.

Dies ist nicht besonders innovativ, denn dieses Verfahren berücksichtigt nicht die besonderen Fähigkeiten eine Smartphones. Ein Smartphone kann mehr als nur ein Objekt der realen Welt mehr oder weniger realistisch als Grafik darstellen. Es kann feststellen, wo wir uns befinden, uns regelmäßig an etwas erinnern, Sprache in Text und Text in Sprache umwandeln und noch einiges mehr, das vielleicht für das Sprachelernen momentan nicht relevant ist.

Auf einen – kleinen – Teil dieser Fähigkeiten greift das Vokabelprogramm von Cornelsen zu.

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Vokabeltrainer des Hueber Verlags

Anders als die bereits besprochenen Vokabeltrainer von Klett und dem Goethe-Institut, ist die Deutsch-Box von Hueber im skeuomorphistischem Design gehalten, d.h. auf der zweidimensionalen Oberfläche der App wird ein dreidimensionales Objekt aus der reellen Welt imitiert (Bild 1), nämlich ein Karteikasten mit den drei Registern Falsch, Neu und Richtig. Außerdem gibt es ein weiteres Register mit einem Papierkorbsymbol. Beim Aufruf der App wird man darauf aufmerksam gemacht, dass der leere Karteikasten mit Lernkarten zunächst aufgefüllt werden muss, bevor man mit ihm arbeiten kann.

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Vokabeltrainer des Goethe-Instituts

Das Goethe-Institut ist die Institution für die Sprache und Kultur Deutschlands. In der Selbstwerbung heißt es kurz und bündig: „Sprache. Kultur. Deutschland.“ So auch auf der Startseite des Vokabeltrainers des Goethe-Instituts. Man darf also einiges erwarten. Der Vokabeltrainer wurde für das iPhone 6 bzw. iPad 4 mit iOS 8 und 9 getestet.

 

INFO

Auf einen Blick

Plattform und Preis
iPhone, iPad, Android – kostenlos
Inhalt
Vokabeln für DaF nach Niveau (A1-C2) geordnet
Modi
Lernen mit Karten, Muttersprache→Deutsch und umgekehrt sowie Deutsch-Deutsch
eigene Gestaltung
konnte nicht getestet werden, da das Programm dabei dauerhaft abgestürzt ist
Empfehlung
nicht installieren, da technisch unzulänglich und inhaltlich unausgereift; besser auf Alternativen zurückgreifen

Menüführung

Nach dem Öffnen gibt es drei Auswahlmöglichkeiten:

  • Lernen: startet den Lernmodus mit bereits vorhandenem Wortmaterial
  • Neue Inhalte: bietet die Möglichkeit, sich mit einer „GI Lernplattform“ zu vernetzen, eigene Inhalte einzutragen („Meine Inhalte“)
  • ein Menü namens „Titelsuche“.
  • Vokabeltrainer Goethe-Institut

Das Menü „Titelsuche“ führt zu einer Seite, auf der man die „Sprache für die Lernkarten“ auswählen soll. Es wird eine große Vielfalt von mit Deutsch gepaarten Sprachen angeboten. Meine Aufmerksamkeit erregt die Kombination Deutsch/Tahitisch (Bild 4). Hat das GI tatsächlich die Minderheit der ca. 150.000 Personen, die Tahitisch sprechen als Zielgruppe entdeckt? Wie viele davon wohl Deutsch lernen wollen? Wird gar demnächst ein GI in Tahiti eröffnet? Leider muss ich alle Tahitianer, die eventuell diese Rezension lesen, enttäuschen: Es handelt sich einfach um einen unglaublichen Fehler, denn gemeint ist Thailändisch. Peinlich! Zu allem Überfluss wird der Screenshot mit dieser Sprachauswahl auch noch auf der offiziellen Hilfeseiten des GI für den Vokabeltrainer stolz gezeigt (UPDATE Feb. 2021: der Screenshot wurde zum Glück inzwischen entfernt). Als letzte Sprache in der wirklich langen Liste wird noch Deutsch/Vietnamesich angeboten. Aber dieser letzte Eintrag in der Liste ist verdeckt, da die Programmierer nicht genügend Freiraum vorgesehen haben. Man kann die Liste zwar noch ein wenig nach oben schieben, sodass man Vietnamesisch dann sehen kann. Nimmt man jedoch den Finger vom Bildschirm, um Vietnamesisch anzutippen, springt die Sprache wieder zurück in ihre Deckung und bleibt verschwunden. Kurz: Vietnamesisch ist zwar vielleicht korrekt vorhanden, kann aber nicht ausgewählt werden. Ärgerlich! Um die Liste der offensichtlichen technischen Fehler abzuschließen: Der Klick auf „Titelsuche“ produzierte regelmäßig auf dem Rezensionssystem den Fehler von Bild 3. Jedoch nur jedesmal nach einem Neustart der App. Nachdem die Fehlermeldung einmal weggeklickt wurde, wurde beim nächsten Aufruf von „Titelsuche“ dieser Fehler nicht mehr angezeigt. Lästig, aber zu verschmerzen. Dennoch: Bei so vielen, teilweise gravierenden Fehlern, stellt sich mir die Frage, ob es eigentlich eine/n Projektleiter/in oder Lektor/in für dieses Projekt gab, die/der die Funktionalität der App einmal kritisch überprüft hat? Kaum vorstellbar.

Inhalte laden

Wenden wir uns im Folgenden den Inhalten zu. Wir starten vom Home-Bildschirm (Bild 2):

  • Neue Inhalte
  • Themensuche, Sprache: Deutsch/Englisch Niveau: A1
    • Angeboten wird dort das Thema „Mein Weg nach Deutschla…“ (Bild 9)
  • Niveau: A2, B1, C1
    • Angeboten wird dort nichts.
  • Niveau: B2
    • Angeboten wird dort „Beruf“

C2 kann aus den gleichen Gründen wie Vietnamesisch nicht ausgewählt werden. Man könnte auch statt der „Themensuche“ eine „Titelsuche“ starten. Es erscheint dann die Suchmaske von Bild 8. Die lässt, zumindest mich, ziemlich ratlos zurück: Welchen Suchbegriff soll ich da eingeben? Ich habe verschiedenes versucht: Sowohl allgemeine Begriffe (Tisch, Universität etc.) als auch Titel von DaF-Lehrwerken (Themen, studio d etc.), denn es ist ja eine Titelsuche. Beides führte zu keinem Ergebnis. Auch die Suche auf den offiziellen Internetseiten zu dieser App und der Klick auf den Link „Hilfe & Impressum“ innerhalb der App, klärten das Problem nicht, da es dazu keine Informationen gibt. Da mir meine Zeit zu schade für weiteres Herumrätseln war, habe ich schließlich aufgegeben. Gehen wir also zurück zu „Mein Weg nach Deutschland – Niveau A1“. Es werden elf Unterkapitel angeboten. Worin sie sich unterscheiden, ist nicht klar. Ich klicke daher auf das erste und werde auf einem weiteren Screen aufgefordert 74 Karten herunterzuladen. Danach stehen mir die Inhalte für das „Lernen“ zur Verfügung.

Lernen

Ein Klick auf „Lernen“ führt uns zu einer Bildschirmseite, auf der der Lernmodus sowie weitere, das Lernen betreffende Informationen, ausgewählt werden können (Bild 7). Auch dieser Trainer verfährt nach dem Leitner-Karteikartensystem, das schon früher beschrieben wurde. Alle Karten sind zunächst in der „Box 1“: Box anklicken, auf den Pfeil am rechten unteren Rand klicken und man kann mit dem Lernen beginnen (Bild 8). Gezeigt wird eine virtuelle Karteikarte, auf der eine Vokabel steht. Unter einem Mittenstrich darunter, ein Beispielsatz (Bild 9). Weiterhin kann man sich die Vokabel und den Beispielsatz vorlesen lassen. Die Aufgabe für den Lerner ist nun, die Vokabel in die ausgewählte (Mutter)Sprache zu übersetzen. Ob die Übersetzung richtig war, erfährt man nach einem Klick auf den Button „Drehen“ oder einer Wisch-Geste. Danach kann man unter drei Kategorien auswählen: „gewusst“, „nicht gewusst“ oder „unsicher“. Je nach Auswahl wandert die Karte in die nächste Box, verbleibt in der Box oder wandert in die Box „Nicht sicher“. Am Ende einer Lernphase, d.h. wenn die Vokabeln einer Box komplett bearbeitet wurden, wird eine Statistik angezeigt, die einen Überblick über die „Karteikarten“ der verschiedenen Boxen gibt (Bild 10). Neben etlichen Fehlern, die teilweise auf die schlechte Programmierung, zurückzuführen sind (Bilder11 und 12), gibt es wie in der Vokabelapp von Klett genügend fragliche Beispielsätze, die mich daran zweifeln lassen, ob man sinnvoll mit dieser App lernen kann. Ein besonders grasses Beispiel bei der Sprachpaarung Deutsch/Deutsch zeigt das Bild 14. Der Kontext ist wahrscheinlich das Märchen „Rotkäppchen“. Dennoch hätte man sicherlich ein etwas allgemeingültigeres Sprachbeispiel zur Erläuterung der Bedeutung von „schneiden“ finden können und auch m.E. sollen. Andere Beispiele enthalten unfreiwillige komische Elemente (Bild 13). Wie kommen solche Beispiele zustande? Werden sie automatisch generiert und anschließend nicht mehr von einem kompetenten Sprecher überprüft? Oder hat sich ein(e) Praktikant(in) damit abgeplagt? Leider gibt die Beschreibung des Programms auf den offieziellen Seiten der App dafür keine Antwort. Weiterhin gibt es vielleicht auch noch die Möglichkeit, eigene Inhalte einzutragen. Dies konnte ich nicht überprüfen, da bei den Versuchen dazu, das Programm nachvollziehbar und dauerhaft abgestürzt ist (iOS 9) Einen derart hartnäckigen, reproduzierbaren Absturz habe ich bisher noch bei keiner anderen App erlebt. An dieser Stelle war dann auch meine Geduld mit dem Vokabeltrainer des Goethe-Instituts zu Ende. Eine weitere Beschäftigung wäre eine Zeitverschwendung, die ich mir nicht antun möchte.

Zusammenfassung

Mein Rat an das GI: Ziehen Sie die App in der jetzigen Form zurück und lassen Sie sie inhaltlich und vor allem auch technisch überarbeiten.

Mein Rat an Interessenten: Verschwenden Sie nicht Ihren kostbaren Speicherplatz mit dem Vokabeltrainer des Goethe-Instituts. Er ist umständlich zu bedienen, technisch unzulänglich und inhaltlich bietet er nicht mehr als andere Vokabeltrainer, ist aber umständlicher zu bedienen. Da gibt es besseres auf dem Markt – u.a. den hier besprochenen Vokabeltrainer von Klett. Auch wenn man einen kleinen Betrag investieren muss.

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Vokabeltrainer App zu DaF kompakt

Der Vokabeltrainer zu DaF kompakt für das iPhone und das iPad von Klett ist ein typischer Vertreter der Gattung Vokalbeltrainer App. Er bietet eine Benutzeroberfläche, die Karteikarten nachempfunden ist. Der lerntheoretische Hintergrund ist das sogenannte Leitner-Karteikartensystem, bei dem in einem realen Karteikasten die Vokabelkarten in verschiedene Fächer einsortiert werden, nachdem die Antwort korrekt war. Sie wandern dann jeweils in ein weiter hinten gelegenes Fach innerhalb des Karteikastens, bis sie schließlich aussortiert werden können, wenn sie nachhaltig behalten worden sind. In dem virtuellen Karteikasten der App wird diese Wanderung durch die verschiedenen Ablageorte durch eine Farbcodierung simuliert.

Den Vokabeltrainer von Klett kann im AppStore von Apple für verschiedene Lehrwerke von Klett erworben werden. Ich beziehe ich mich für diese Rezension auf die Version für das Lehrwerk DaF kompakt A1.

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